Gott kommt nie zu spät…

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10.10 Uhr: Wir kommen an und müssen nicht mal lange warten. Das ist gut! Als wir dann an die Reihe kommen, schaut sich die nicht immer ganz freundliche Beamtin die Papiere an: „Oh, ein Papiert fehlt. Das muss Ihre Organisation Ihnen noch schicken. Sie haben noch 45 Minuten Zeit, da wir dann den Publikums-Verkehr schließen. Reichen Sie es nicht innerhalb der nächsten 45 Minuten ein, können wir Ihnen leider kein Visum geben.“ Das ist schlecht… sehr schlecht. Natürlich könnten wir am nächsten Tag nochmal hingehen, doch hatten wir bereits schon einen Flug zurück nach Thailand gebucht.  Wir brauchen also so schnell wie möglich dieses fehlende Dokument!

10.15 Uhr: Wir rufen in Thailand bei der Church of Christ an, doch aufgrund der Zeitverschiebung ist da natürlich noch keiner im Büro (1 Stunde). Über Facebook versuchen wir die zuständige Mitarbeiterin zu kontaktieren – doch ohne Erfolg. Gleiches gilt für den erneuten Anruf – Fehlanzeige.

10.20 Uhr: Das Tefon klingelt. Es ist die zuständige Mitarbeiterin der Church of  Christ in Thailand. Sehr verdutzt sagt sie „ich weiss gar nicht, was für ein Dokument dies ist“. Wir lassen sie mit der Beamtin in Singapur sprechen. Nach dem Gespräch sagt unsere Thai-Kollegin „Oh, die war jetzt gerade aber streng. Ich schau mal, was ich alles im Computer habe und schicke es euch zu.“

10.25 Uhr: In Erwartung, dass gleich eine Email für uns ankommt, suchen wir ein Hotel auf, das neben der Botschaft ist. Dort wollen wir die fehlenden Dokumente ausdrucken. „Sind Sie Gast? Nein? Dann können Sie bei uns leider auch nichts drucken“. Auch in einem nahe gelegenem Einkaufszenter gibt es keinen Copyshop mehr… Darum fahren wir zur WEC-Zentrale Singapur (Li-Anne hat dorthin Kontakte). Gott sei Dank kommt gleich ein Taxi…

10.35 Uhr: Wir drucken die Dokumente aus… und warten an der Straße auf ein weiteres Taxi. Wir warten, warten und warten – aber es kommt kein Taxi. Das waren die längsten Minuten meines Lebens!

10.45 Uhr: Endlich kommt ein Taxi! Und fährt uns zur Botschaft… Während der Fahrt gehen mir viele Gedanken und Gebete durch den Kopf . Es war, als wäre es ein Dialog: „Gott, wir haben doch gebetet, dass alles klappt – und nun klappt es wahrscheinlich nicht“ „Aber ist in deinem Leben jemals etwas schief gegangen, wenn du gebetet hast? Vertrauen auf Gott hat sich immer gelohnt!“ „Ja, aber wenn es diesmal nicht klappt, dann bekommt mein Vertrauen auf Gott einen Knacks“, „Hilf meinem Unglauben, Hilf meinem Kleinem Vertrauen – Ich sehe nicht, wie das noch gehen soll. Gott wird es schon irgendwie machen, ich weiss nicht wie, aber er wird es gut machen“…

10.55 Uhr: Wir kommen an und gehen zur Botschaft. Die Beamtin schaut sich kurz die Dokumente an. „Passt“ sagt sie. Kommen Sie morgen zwischen 14 und 15 Uhr wieder und Sie bekommen Ihr Visa!

GOTT SEI DANK! Gott kann man vertrauen – wir vermuten, dass an dem „alten“ Spruch etwas dran ist: GOTT KOMMT NIE ZU SPÄT.

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