Als Gott mir die erbetenen Engel geschickt hat…

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Schon vor ca. 15 Tagen bekam ich über Facebook eine Nachricht einer Mit-Missionarin: „An die Marburger-Missions-Post-Adresse ist ein Brief für dich angekommen. Es ist ein Einschreiben, scheint also wichtig zu sein. Er kommt von einer Versicherung“. Da dachte ich mir „Ach, das ist bestimmt von dem Unfall damals – das ist nichts wichtiges“. Und ehrlich gesagt, war ich einfach zu faul, zu den Missionaren zu fahren, um den Brief abzuholen. Ein Fehler, der beinahe Konsequenzen nach sich ziehen hätte können…

Letzten Dienstag brachten mir dann Förgs, die ich täglich in der Sprachschule sehe, den Brief mit (Sie trafen zufällig den Missionar, zu dem der Brief kam). Ich öffnete ihn und war schockiert: Ich muss noch 850 Baht Arztkosten zahlen! Dazu muss ich in eine andere Stadt fahren und das bar bezahlen. Sollte dies nicht geschehen, würde dies gerichte Schritte nach sich ziehen. Bis zum 26. Februar sollte das Bezahlen erledigt sein… und letzter Dienstag war der 26. Februar. Puh, ein gutes Timing Gottes. (der Brief wurde übrigens von meiner Lehrerin übersetzt 🙂 )

Also fuhr ich gleich nach der Sprachschule in besagte Stadt. Wo denn das genannte Amt war, wusste ich nicht. Ich war ja noch nicht mal in dieser Stadt. Aber für große Nachforschungen war nun keine Zeit – ich stieg einfach in das Auto und fuhr los. Auf dem Weg betete ich: „Herr, bitte schick mir Engel, die mir zeigen, wo dieses Amt ist“.

Ich folge einfach den Straßenschildern, die mich in die Stadt führten (ein Mal hab ich mich verfahren 🙂 ), in dem sich das Amt befand. In der Stadt angekommen, sah ich dann ein Schild „Polizei“. Da dachte ich mir „Da fahr ich doch mal zur Polizei und frag, die werden das doch wissen – sie sind ja schließlich Freund und Helfer“.

Also fragte ich bei der Polizei nach… doch die wussten nichts von diesem Amt. Doch bei der Polizei waren auch zwei Frauen. Ich hab keine Ahnung, wer diese waren. Sie waren schön gekleidet, daher denke ich, dass es irgendwelche Sekräterinen waren. Ein Polizist fragte die beiden Frauen. Die schauten sich dann den Brief an, der mir zugestellt wurde. „Hast du schon mal bei der Telefonnummer angerufen und nach dem Weg gefragt?“ fragte mich eine der Damen. „Nein, hab ich nicht. Ich vermute, dass ich den Mann an der anderen Leitung nicht verstehen würde – mein Thai ist noch nicht so gut“. (Wohlgemerkt, das Gespräch fand aber auf Thai statt – aber Thai am Telefon verstehen ist noch einmal eine ganz andere Sache…)

Daraufhin sagte eine der Damen: „Ich kann für dich anrufen und fragen“. Hallelujah! Die Dame rief an und fragte nach der Wegbeschreibung. Doch auch sie verstand den Mann an der anderen Leitung nicht. Dann legte die Frau auf.

Sie sagte zu mir: „Es kommt jemand von der Versicherung“. „Ach, er holt mich ab?“ fragte mich. „Nein, er macht das Schriftliche hier vor Ort bei der Polizei“. Hallelujah, zum Zweiten! Die zwei Damen verschwanden sofort wieder und nur kurze Zeit später kam der Versicherungsbeamte (ich musste übrigens doch nichts zahlen, denn „ich hab ja eine Versicherung“ – warum ich dann eigentlich da hin musste, weiss ich bis heute nicht. Auf jeden Fall hat er jetzt Kopien der Versicherung).

Die zwei Frauen waren für mich auf jeden Fall die Gebetserhörung – die Engel, um die ich gebetet habe.

Ich hab durch diese Geschichte gelernt:

– Gott hat ein tolles Timing (Faul sein ist trotzdem blöd 🙂 ).

– Ich kann Gott vertrauen, auch wenn ich „den Weg nicht kenne“ (im übertragenen und wortwörtlichen Sinn)

– Gott schickt zur richtigen Zeit Engel.

 

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